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SEO oder wie man das nennt

Was ist dieses SEO überhaupt?

Suchmaschinenoptimierung – auch SEO (englisch: Search Engine Optimization) genannt – beschreibt Maßnahmen die dazu führen sollen, in Suchmaschinen unter den unbezahlten Suchergebnissen ein besseres Ranking zu erhalten, also besser oder überhaupt gefunden zu werden – das nennt sich übrigens Natural Listing.

Neben tausenden Büchern die eine Best-Practice versprechen, etlichen Firmen die viel Geld für on- und offpage Optimierungen nehmen, gibt es ja noch das gute, alte Internet. In unzähligen Forenbeiträgen streiten sich Experten mit Laien und Hobby-Webentwicklern darum, was nun der beste Weg ist und was man auf keinen Fall machen sollte und was auf jeden Fall und überhaupt…

Vergesst das erst einmal alles

 

Grundsatz

Neben den bekannten Suchmaschinen, gibt es auch noch unzählige andere. Jede Suchmaschine folgt aber einem groben Standard und dann wird das Bild auch schon verschwommen, denn die genauen Logiken, Algorithmen und Prozesse sind ein gut gehütetes Geheimnis jeder Suchmaschine. Es ist beispielsweise bekannt – mittlerweile auch Standard bei anderen Suchmaschinen – das die bekannteste Suchmaschine dieser Welt auch Text auf Bildern lesen kann, Inhalte aus Flash-Filmen erkennt und wenn der Inhalt der Website trotz nicht beachtetem SEO gut ist, beim Ranking auch mal beide SEO-Augen zudrückt.

Kein SEO ist besser als schlechtes SEO!

 

Kann ich selbst etwas tun?

Na klar, es muss nicht immer eine teure SEO-Firma engagiert werden oder direkt Werbung für mehrere hundert Euro geschaltet werden.

Wer versteht wie eine Suchmaschine arbeitet und die in diesem Beitrag beschriebenen Maßnahmen konsequent umsetzt, hat schon gute Chancen im Ranking erfolgreich platziert zu werden.

 

Wie arbeitet eine Suchmaschine?

Eine Suchmaschine hat so ihre kleinen Helfer, die täglich nichts anderes machen, als das große, weite Internet nach Websites zu durchsuchen, diese zu scannen, zu bewerten und in den Index aufzunehmen. Diese kleinen Helfer nennen sich Crawler, Spider oder Robot und arbeiten nach einem mehr oder weniger bekannten Schema – ein kleiner Teil bleibt eben Betriebsgeheimnis.

Aber zurück zum Thema – stell dir vor, du wärst ein Crawler, du surfst gemütlich durch das Internet und stößt plötzlich auf eine neue Website – deine eigene. Da du ein Crawler bist, siehst du deine Website anders als ein Besucher. Du „siehst“ nämlich keine Farben, keine Schriftarten, keine Bilder und Videos, nichts. Du als Crawler siehst eine Website so:

 

<!DOCTYPE html>
<html lang="de" dir="ltr">
<head>
    <meta charset="utf-8" />
    <title>Meine Internetseite</title>
    <meta name="description" content="Hier steht eine Beschreibung, hoffentlich besser als im Beispiel" />
    <meta property="og:title" content="Meine Interntseite"/>
    <meta property="og:image" content="http://develop-network.de/wp-content/uploads/2017/02/dn-logo-2.png"/>
    <meta property="og:site_name" content="develop-network"/>
    <meta property="og:description" content="Hier steht eine Beschreibung, hoffentlich besser als im Beispiel"/>
    <meta name="viewport" content="width=device-width, initial-scale=1, user-scalable=no" />
    <meta http-equiv="Cache-control" content="public">
    <meta name="googlebot" content="noodp" />
    <meta name="msnbot" content="noodp" />
    <meta name="slurp" content="noodp" />
    <meta name="language" content="de" />
    <meta name="robots" content="index,follow,noodp" />
        <link href="https://fonts.googleapis.com/css?family=Open+Sans" rel="stylesheet">
        <link rel="stylesheet" href="/build/styles.min.css" type="text/css">
        <link rel="shortcut icon" href="/favicon.ico" type="image/x-icon" />
        <link rel="icon" href="/favicon.ico" type="image/x-icon" />
</head>
<body class="homepage">

    <header>
        <nav>
            <a href="/" title="develop-network - Startseite">Startseite</a>
            <a href="/kontakt" title="develop-network - Kontakt">Kontakt</a>
        </nav>
    </header>
    
    <main>
        <p>Lorem ipsum dolor sit amet, consetetur sadipscing elitr, sed diam nonumy eirmod tempor invidunt ut labore et dolore magna aliquyam erat, sed diam voluptua.</p>
        <p>At vero eos et accusam et justo duo dolores et ea rebum. Stet clita kasd gubergren, no sea takimata sanctus est Lorem ipsum dolor sit amet.</p>
        <p>Lorem ipsum dolor sit amet, consetetur sadipscing elitr. <strong>Wichtige Textpassagen sind immer markiert </strong> ut labore et dolore magna aliquyam.</p>
        At vero eos et accusam et justo duo dolores et ea rebum. Stet clita kasd gubergren, no sea takimata sanctus est Lorem ipsum dolor sit amet.</p>
    <main>
    
    <footer> ... </footer>
    
    <script type="text/javascript" src="/build/scripts.min.js"></script>

</body>
</html>

Was ich damit sagen möchte ist, einem Crawler ist es vorerst relativ egal wie deine Website aussieht, denn er „sieht“ sie anders. Er sieht das nackte HTML-Gerüst das im besten Fall mit Meta-Informationen gefüllt ist – und ich meine damit nicht nur die Meta-Tags.

 

Wer jetzt ans Schummeln denkt, sollte das gleich wieder vergessen! Früher war es „üblich“ seine Website in Suchmaschinen „zu pushen“ in dem man in HTML-Kommentaren versteckt – also für den Besucher unsichtbar – häufig gesuchte Keywords untergebracht hat, die mit den eigenen Inhalten aber nichts zu tun hatten. Das ist mittlerweile nicht mehr möglich und führt zu einem negativen Ranking oder gar dem Ausschluss aus dem Index!

 

Du als Crawler hast also diesen Quelltext vor dir und beginnst diesen zu lesen – von oben nach unten – dabei achtest du auf so einige Dinge. Ich verzichte jetzt bewusst auf den technischen Teil und konzentriere mich auf die für den normalen Benutzer wichtigen Dinge!

Während du liest stößt du auf das Title-Attribut, das ist der Teil, der dem Besucher in den Suchergebnissen in groß und blau angezeigt wird und auch im Browsertab steht. Es ist mit eines der wichtigsten Attribute, denn er repräsentiert das Thema der Seite und sollte deshalb auch das Keyword enthalten, welches sich ebenfalls im Rest der Seite wiederfinden sollte (Keyword-Dichte – später mehr dazu).

Du liest weiter und stößt plötzlich auf Meta-Attribute. Diese stammen nicht nur aus den 90er Jahren, sie sind auch voll 90er 😉 Gänzlich unwichtig sind diese Attribute nicht, haben aber auch keinen direkten Einfluss mehr auf das Ranking oder generell die Indexierung. Es gibt allerdings noch das Keywords-Meta-Tag – leider – denn es ist vor vielen Jahren ausgestorben aber noch oft zu sehen. Es ist nicht schädlich es noch zu benutzen, bringt aber auch nichts – keine Suchmaschine achtet noch auf diese Meta-Angabe! Die übrigen Meta-Angaben wie etwa Description, Robots und Social Media Meta Tags können dir im Ranking indirekt helfen, nämlich dann, wenn du bereits einen Platz in den Suchergebnissen hast. Das Meta-Description Attribut enthält die Beschreibung die in Suchmaschinen unter dem verlinkten Titel erscheint, die gefundenen Suchbegriffe in diesem Text werden fett markiert und somit hervorgehoben. Du solltest also bei der Beschreibung deiner Seite möglichst die Suchbegriffe mit einfließen lassen, unter denen deine Seite gefunden werden soll.

 

SEO Suchmaschinen Suchergebnis

 

Überblick der wichtigsten Meta-Tags

  • description
    • achte bei der Beschreibung auf eine maximale Länge von 155 Zeichen
    • in mobilen Suchergebnissen werden weitaus weniger Zeichen angezeigt
    • das Wichtigste sollte also in den ersten 90 Zeichen stehen
    • wenn eine Suchmaschine der Meinung ist, eine bessere Beschreibung gefunden zu haben, ignoriert diese das Description-Tag!
    • ja richtig gelesen, Suchmaschinen haben eine Meinung 😉
  • robots
    • mit diesem Tag lassen sich bestimmte Seite aussperren oder das Ranking eingrenzen
    • noindex – weist den Crawler an, diese Seite nicht zu indexieren (bspw. Datenschutz oder temporäre Seiten)
    • nofollow – weist den Crawler an, den Pagerank nicht an die gefundenen Links weiterzugeben
    • eigentlich sollte keiner dieser Optionen verwendet werden und ob sich die Crawler daran halten, ist auch mehr eine Glückssache

 

Worauf sollte ich noch achten?

Wir bleiben bei dem Bild das du ein Crawler bist und zur Zeit den Quelltext deiner eigenen Website liest. Du bist mit dem Header fertig und kommst nun in den Body deiner Website, dort befindet sich alles was ein Besucher auch sehen kann. Angefangen von der Navigation bis hin zu allen Seiten, Beiträgen, Formularen, Bildern, (Hyper-)Links, etc.

Wir tun jetzt mal so, als könnten Suchmaschinen heutzutage weder Bilder erkennen noch Links folgen und deren Inhalt in sekundenschnelle lesen. Dann kannst du als Crawler mit einem Bild nicht viel anfangen, du weißt eben nur, das du gerade auf ein Bild oder einen Link gestoßen bist. Es ist also für Crawler sehr hilfreich, wenn Hyperlinks und Bilder mit einem Title- bzw. Alt-Tag (Alternativtext) versehen werden, der dessen Inhalt beschreibt – so tauchen auch Bilder in der Bildsuche zu einem festgelegten Suchbegriff auf.

Nun ist es aber so, das Suchmaschinen viel mehr können als wir uns träumen lassen. Sie erkennen nicht nur Bilder und können unsere Texte lesen, sie „verstehen“ sie auch und können bewerten ob Titel, Beschreibung, Inhalt und Multimedia-Inhalte (Bilder, Videos, Audios, etc) auch wirklich zusammen gehören.

 

Beispiel als grobes Verständnis:

Eine Website über Autos mit Bildern von Tieren, wird also garantiert erkannt und als „unseriös“ eingestuft.

 

Headlines – Überschriften

Noch viel wichtiger als Title- und Alt-Tags sind die HTML-Tags die zur Strukturierung einer Seite gedacht sind. Es gibt zum Beispiel sechs H-Tags – H1 bis H6. Die Headline-Tags sind für Überschriften gedacht und funktionieren wie ein Buch. Der Buchtitel, der auf dem Cover steht ist als H1 gekennzeichnet, Überschriften wie Vorwort, Inhaltsverzeichnis, etc. sind als H2 gekennzeichnet (auf deiner Website wären das die einzelnen Seiten, Kontakt, Impressum, Über mich, usw.). Auf deinen Unterseiten selbst gibt es Unterüberschriften H3 bis H6 – in einem Impressum könnten beispielsweise die Überschriften „Bildquellen“ und „Haftungsausschluss“ als H3 gekennzeichnet sein. Es kommt allerdings selten vor, das Überschriften wirklich bis zur H6 gekennzeichnet sind, auf einer übersichtlichen und gut strukturierten Seite sollten Überschriften maximal als H4 gekennzeichnet werden.

 

<h1>Mein erster Blog</h1>
<h2>Inhaltsverzeichnis</h2>
<h3>Kapitel 1</h3>

 

Paragraph – Absätze

Das P-Tag umschließt im besten Fall deinen Text, denn es steht für das englische Paragraph – also Absatz. Jeder Absatz steht in einem eigenen P-Tag.

 

<p>So würden zwei Absätze im Quelltext aussehen</p>
<p>Gut das WYSIWYG-Editoren das im Hintergrund für Dich alles übernehmen</p>

 

Keyworddichte – strong – fett markiert

Dein Keyword bzw. deine Keywords sollten mit 2% – 4% auch im Inhalt deiner Seite zu finden sein. Mit der Zeit hat sich gezeigt, das eine einzige Seite für maximal 3 Schlüsselwörter optimiert werden sollte. Außer im Titel und der Beschreibung, sollten deine Schlüsselwörter auch in Links (Title-Attribut), Bildern (Alt-Attribute) und deinem Artikel selbst zu finden sein. Um deine Schlüsselwörter im Inhalt selbst hervorzuheben, benutzt du das Strong-Attribut, welches mittlerweile standardmäßig verwendet wird, wenn in einem WYSIWYG-Editor fett markiert wird (wie bspw. in WordPress).

 

<p>In einem Artikel über <strong>SEO</strong> wären wichtige Wörter wie <strong>Keyword</strong> also hervorgehoben</p>

 

Na, lust auf Teil 2 bekommen?

Den kannst du hier lesen 🙂

SEO oder wie man das nennt
© 2017 Gino Dola
PHP & Web Developer

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